Für alkoholkranke Menschen ist es besonders wichtig, nach einem körperlichen Entgiftungsprozess, sich mit anderen trocken lebenden Alkoholikern auszutauschen und sich somit gegenseitig zu unterstützen. Sich gegenseitig helfen, heißt auch, anderen an seinem Leben teilhaben zu lassen, um Veränderungen, die eventuell wieder in alte Verhaltensmuster abgleiten, zu erkennen.

Erfahrungen austauschen kann das eigene Leben retten, denn ein Rückfall in den Alkoholkonsum hat schon vielen Alkoholikern das Leben gekostet.

Wo kann man Erfahrungen austauschen?

Der Erfahrungsaustausch findet in Selbsthilfegruppen statt, die es in jeder größeren Stadt gibt. Dort treffen sich Gleichgesinnte mit dem Ziel, sich gegenseitig bei der Erarbeitung eines nüchternes Lebens zu helfen. Diese Selbsthilfegruppen werden von verschiedenen Organisationen und freien Trägern organisiert. Es gibt offene Gruppenabende, wo man jederzeit, also auch unangemeldet hingehen und dran teilnehmen kann, aber es gibt auch geschlossene Gruppen, die einer Anmeldung unterliegen.

In der heutigen Zeit gibt es auch Onlineselbsthilfegruppen, die in Internetforen stattfinden, wo es keine zeitliche Begrenzung gibt und der Erfahrungsaustausch in schriftlicher Form stattfindet.

Was ist ein Erfahrungsaustausch?

Ein Erfahrungsaustausch ist nichts anderes, als sich trockene Alkoholiker gegenseitig helfen, wie sie nüchtern werden und bleiben können. Trockene Alkoholiker, die schön längere Zeit ein alkoholfreies Leben erarbeitet haben, erzählen neuen Hilfesuchenden, wie es gemacht haben, welche Risiken es gab und wie sie diese Risiken gemeistert haben. Lösungswege zu verschiedenen Problemen werden erörtert, die anderen noch am Anfang stehenden Alkoholikern Wege aufzeigen können. Wer dann aus diesen Erfahrungen etwas lernen kann, wird es leichter haben, als wenn man alle Erfahrungen selbst machen möchte.